Rückblick auf das zweite Halbjahr 2024 im Bereich der Freiwilligenarbeit!

Das zweite Halbjahr 2024 war im Bereich der Freiwilligenarbeit so intensiv … dass es kaum Zeit für schriftliche Quartalsrückblicke gab. Picknicks, ein Festival, Renovierungsarbeiten, eine Reise nach Posen, neue Initiativen, Anschaffungen von Ausrüstung … seht selbst.

Veranstaltungen und kulturelle Ereignisse

Wir beginnen unseren Rückblick mit den für Besucher sichtbarsten Aktivitäten. Am 15.08.2024 unterstützten wir das Militärpicknick des Museums anlässlich des Tages der polnischen Armee. Wie immer standen uns zahlreiche Aufgaben bevor. Am spektakulärsten war die dynamische Vorführung des Raketenwerfers des Systems 2K11 Krug, die unser Panzersoldat Piotrek leitete! Wir sicherten auch die Vorführungen der Kavallerie, den Transport von militärischer Ausrüstung, darunter des Kettenfahrzeugs BWP-1, sowie eine kleine Parade historischer Ausrüstung und Fahrzeuge der polnischen Armee. Außerdem gewährten wir Einblick in das Innere eines T-72-Panzers, eines UAZ-469-Fahrzeugs, eines BTR-152-Transporteurs, einer GSP-55-Halbfähre und eines MiG-21-Flugzeugs. An diesem Tag wurde auch der Modellbau-Panzerkampfplatz wieder zum Leben erweckt, wo wir fahrende, fliegende und funktionierende Miniaturen von Militärgerät präsentierten, und das Ganze wurde durch das Geländespiel „Kommandostab“ abgerundet. All dies diente dazu, die Museumsveranstaltung abwechslungsreich zu gestalten und die Leidenschaft an die nächsten Generationen weiterzugeben. Ein derart breites Spektrum an Aktivitäten erforderte eine gute Arbeitskoordination, die durch die Initiative von Marek erleichtert wurde, in deren Rahmen wir 10 Funkgeräte beschaffen konnten. Sie ermöglichen uns eine schnelle interne Kommunikation, aber auch den Kontakt zur Museumsleitung und zum Museumspersonal, was besonders bei Museumsveranstaltungen wichtig ist, bei denen Lärm und schlechter Empfang die Kommunikation per Telefon erschweren.

Im Oktober kam eine zusätzliche Veranstaltung hinzu … und zwar keine kleine. Das Museum erhielt Fördermittel aus dem EU-Programm KPO für Kultur und organisierte das Geschichtsfestival – JAHR 1944. Der Samstag, 19.10.2024, stand ganz im Zeichen dieser Veranstaltung. Diesmal sicherten wir hauptsächlich die historischen Nachstellungen und präsentierten Modelle.
Im November unterstützten wir die Feierlichkeiten des Museums zum Nationalfeiertag der Unabhängigkeit und die vom Museum mitorganisierte Radtour „Niepodległa“. Wir verteilten dort Werbegeschenke und Gutscheine und sicherten die Strecke ab. Im Museumspark organisierten wir das Geländespiel „Sztab Łączności“, und Piotrek startete den historischen Transporter BTR-152, mit dem er zusammen mit den Besuchern einige Fahrten unternahm. Bei einer dieser Fahrten beförderte er sogar den Präsidenten von Zielona Góra und den Vizemarschall der Woiwodschaft Lubuskie.

Restaurierung der Exponate

Das dritte Quartal stand ganz im Zeichen intensiver Arbeiten an der Restaurierung der Feldküche KP-340. Der Verein der Museumsfreunde hatte für deren Restaurierung einen kleinen Zuschuss aus dem Programm „FIO-Lokalnie“ erhalten. Die Arbeiten führten wir in der gastfreundlichen Werkstatt der „Pracownia Renowacji Zabytków Techniki Militarnej“ durch. Als problematisch erwies sich die Feuerstelle der Küche selbst, die sich in einem erbärmlichen Zustand befand. Viele ihrer Elemente mussten neu gezeichnet und rekonstruiert werden. Hier hat Darek hervorragende Arbeit geleistet, wofür ihm großer Applaus gebührt. Die Küche soll letztlich nicht nur das Auge der Besucher erfreuen, sondern auch von Zeit zu Zeit befeuert und für unsere Aktivitäten genutzt werden. Der Test steht noch bevor.

Wir haben auch die zuvor begonnenen Arbeiten fortgesetzt… u. a. ist es uns gelungen, den Kran für das Fahrzeug WPT-34 zu sandstrahlen, zu lackieren und zusammenzubauen; im Fahrzeug UAZ-469 wurde der Motor für die Scheibenwischer repariert und eingebaut; wir haben den Holzboden der Ladefläche des WPT-34 imprägniert. Am auffälligsten war jedoch die Lackierung der einzigartigen Selbstfahrkanone SU-152. Der grüne Zveroboy sieht großartig aus!

Wir haben außerdem zwei weitere Projekte gestartet! Das erste ist die Restaurierung und der Versuch, den schwimmenden Transporter PTS-M wieder in Betrieb zu nehmen. Hinter uns liegen der Motortest, die Überholung der Ölpumpe, der Öl- und Kraftstoffwechsel, die Reinigung der Filter sowie die Staubentfernung im gesamten Innenraum des Fahrzeugs. Das zweite ist der Bau einer Nachbildung des polnischen Panzerwagens wz. 34 aus der Vorkriegszeit. Es wäre das erste Fahrzeug in unserem Museum, das an die Ausrüstung der polnischen Armee aus der Zwischenkriegszeit anknüpft! Es ist uns bereits gelungen, Teile des Antriebsstrangs wie Getriebe und Motor (wir werden moderne Lösungen verwenden) sowie einige Teile des Fahrwerks zu beschaffen, aber wir haben auch bereits die Außenbleche des Fahrzeugs entworfen und zugeschnitten. Wir suchen nach Achsen und Fahrwerksteilen aus UAZ-469-Fahrzeugen.

Zu unseren Aufgaben gehört auch die regelmäßige Pflege der Ausstellung schwerer militärischer Ausrüstung. Während der Sommerferien verbrachten Kuba und Tomek zwei Wochen im Museum. In dieser Zeit haben sie die gesamte Artillerieausrüstung gewaschen, die Absperrpfosten neu gestrichen sowie die Fahrzeuge im Ausstellungspavillon abgesaugt und gewachst. In dieser Zeit haben wir auch die Fahrzeuge aus der Sammlung der Pionierausrüstung gewaschen. Wir haben das Museum bei den herbstlichen Aufräumarbeiten sowie bei der Winterfestmachung der Exponate unterstützt. Auch hier war die Hilfe von Piotrek wieder von unschätzbarem Wert: Er baute die Batterien aus, ließ das Wasser aus den Kühlsystemen ab und deckte die Fahrzeuge mit Planen ab (und besorgte sogar selbst ein paar neue Planen!).

Durchführung des Projekts „Förderung des ehrenamtlichen Engagements am Militärmuseum Lubuskie“

In der zweiten Jahreshälfte wurde auch die Umsetzung der Aufgaben aus dem vom Nationalen Institut für Freiheit geförderten Projekt beschleunigt, dessen Ziel die Weiterentwicklung unserer Gruppe ist. Dadurch konnten wir neue Ausrüstung anschaffen, darunter: eine Schwingschleifmaschine, eine leistungsstarke Trommelverlängerungsleitung, eine Stromverteilerstation, einen tragbaren Werkbanktisch und einen Schlagschrauber. Außerdem wurden Arbeitsschutzausrüstung und Büromaterial angeschafft. Am Tag der Freiwilligen organisierte der Verein für uns eine Studienreise nach Posen – zum Panzermuseum, wo wir dessen Leiter, Oberst Tomasz Ogrodniczuk, trafen. Neben der Besichtigung konnten wir die Geheimnisse der Arbeit der „Panzer-Magier“, also der Freiwilligen aus Posen, kennenlernen. Zum Jahresende erhielten wir außerdem wunderschöne Kalender mit einer Zeichnung von Robert M. Jurga, die den Halbschlepper GSP-55 zeigt – also das Fahrzeug, mit dem wir uns während der Reparatur so sehr verbunden fühlten.

Im Rahmen des Projekts konnten wir auch eigene Freiwilligeninitiativen umsetzen. Die erste davon war die bereits erwähnte Beschaffung von Funkgeräten. Das zweite Projekt war die Organisation des Geländespiels „Sztab Łączności“, für das wir Gadgets, Urkunden und die Spielbeschilderung entworfen und gekauft haben. Die dritte Initiative war die Einrichtung eines Umkleideraums für die Freiwilligen. Im Rahmen dieser Aufgabe kauften wir eine Bank mit Kleiderhaken sowie Baumaterialien und renovierten dann dank der Unterstützung der Museumsleitung einen der Kellerräume, in dem wir uns umziehen und unsere Sachen aufbewahren können. Die letzte Initiative ist der Auftakt zu unserem nächsten großen Projekt. Wir haben 50 Kisten aus OSB-Platten gebaut, in denen wir ein riesiges Modell der Kämpfe in der Normandie 1944 unterbringen werden! Wenn alles nach Plan verläuft, werden wir das Modell bereits am 02.05.2025 während der zweiten Ausgabe des Modellbau-Picknicks in Drzonów präsentieren!

Gemäß den Anforderungen des Projekts haben wir unsere Arbeit im Freiwilligen-Management-System erfasst. Insgesamt haben wir dort im Laufe des Jahres 2024 über 2250 geleistete Stunden für das großartigste Militärmuseum nördlich der Alpen erfasst! Erwähnenswert ist noch, dass unsere Aktivitäten mit dem Zertifikat „Freiwilligenfreundlicher Ort“ gewürdigt wurden, das dem Verein der Freunde des LMW verliehen wurde.

Werbung für das Museum

Wir führen auch regelmäßig Aktionen zur Förderung des Museums durch! Ein großes Abenteuer war für uns die Teilnahme am Weinleseumzug in Zielona Góra, bei dem wir das Museum stolz bewarben, während wir in einem historischen Geländewagen vom Typ UAZ-469 fuhren. Wir schmückten das Fahrzeug mit Werbebannern und verteilten Hunderte von Flyern. Wir unterstützten die Werbung für alle Veranstaltungen des Museums. Eine ungewöhnliche Aktion unsererseits war die Unterstützung bei der Korrektur der Texte für die von unserem Verein herausgegebene Jubiläums- und Sonderpublikation mit dem Titel „Vierzig Gründe für einen Besuch im Militärmuseum Lubuskie zum vierzigjährigen Bestehen 1985–2025“.

Erstellt von Błażej Mościpan – Koordinator der Freiwilligenarbeit