
Es war eine turbulente Zeit, die vor allem von Veranstaltungen im Museum geprägt war. Die erste davon war das dreitägige Maifest im LMW und das erstmals in dieser Einrichtung organisierte Modellbau-Picknick – eine Veranstaltung, die von unserem Team konzipiert und organisiert wurde. Die Einladung von Modellbauern aus ganz Polen, die Vorbereitung des Veranstaltungsgeländes, der Museumsausstellungsstücke, der Arena für RC-Modellbauvorführungen, die Vorbereitung eines Geländespiels und die Werbung für das Picknick waren nur die wichtigsten Aufgaben, denen wir uns damals stellten. Und es hat sich gelohnt, denn während der Maifeiertage kamen über 2000 Besucher ins Museum, und das Modellbau-Picknick erhielt sowohl von den Ausstellern als auch von den Besuchern sehr positive Rückmeldungen.
Nach einer so großen und arbeitsintensiven Veranstaltung blieb keine Zeit zum Ausruhen, denn wir machten uns sofort an die Vorbereitungen für die Vorführungen im Rahmen der Museumsnacht. Diese Veranstaltung verlief ebenso großartig. Was waren unsere Aufgaben? Vor allem haben wir zum ersten Mal das Innere des Cockpits eines Su-22-Flugzeugs für Besichtigungen hergerichtet. Dazu mussten unter anderem die Sicherung/Verriegelung des Cockpits sowie Anschlüsse für Druckluft und Strom hergestellt werden. Während der Veranstaltung selbst haben wir Bastelworkshops, Vorführungen zum Aufklappen der GSP-55-Fähren sowie Licht- und Musikshows mit einer funktionierenden Raketenabschussrampe und einem Mi-4-Hubschrauber organisiert. Darüber hinaus haben wir wie immer die Vorführungen gesichert und die zur Besichtigung freigegebenen Exponate bewacht.
Die wahren Besucherandränge und der Besucherrekord wurden jedoch erst beim „Piknik Czołgisty“ am 16.06.2024 verzeichnet. Auch hier waren wir natürlich dabei. Es gelang uns, Modellbauvorführungen auf dem Tankodrom zu organisieren, wir betreuten die dynamischen Vorführungen von Kettenfahrzeugen, halfen bei der Gastronomie und bei den zur Besichtigung freigegebenen Exponaten.
Natürlich leben wir nicht nur von Picknicks allein. Im April und Mai trafen wir uns im Museum, um die Exponate zu reinigen und zu pflegen. Viel Arbeit erforderte die Überholung des BTR-152, bei dem unter anderem die Elektrik defekt war; wir reinigten das Kühlsystem und montierten eine fehlende Schraube an der Kurbelwelle. In dieser Zeit gelang es uns auch, die Arbeiten zur Inbetriebnahme der Hydraulik im zweiten der Halbpanzer GSP-55 abzuschließen. Anschließend haben wir die interne Funkverbindung in Betrieb genommen, sodass die Besatzungsmitglieder des Fahrzeugs über Funkhelme miteinander kommunizieren können. Auch der UAZ-469 musste gewartet werden. Vor dem Panzersoldaten-Picknick wurde der Panzer T-72 einer Inspektion unterzogen, einschließlich des Nachfüllens von Öl im Getriebe und im Motorsystem. Langsam setzen wir die Lackierarbeiten am Selbstfahrgeschütz SU-152 fort.
Der Hubschrauber Mi-4 erstrahlt wieder in neuem Glanz: Zunächst wurde er außen gründlich gereinigt, anschließend haben wir uns an die Reinigung des Innenraums gemacht, die Türschlösser geschmiert und abgedichtet, die abgerissene Befestigung der Bänke für die Truppen wiederhergestellt und eine Rampe gebaut, dank der der Innenraum des Hubschraubers den Besuchern zugänglich gemacht werden kann!
Wir unterstützten das Museum auch bei Werbefahrten nach Żagań und Głogów. In Żagań präsentierten wir im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jahrestag der „Großen Flucht“ unsere Modelle, richteten eine Kommunikationszentrale ein und stellten den Transporter BTR-152 vor. In Głogów standen wir neben der musealen 10,5-cm-Haubitze aus dem Zweiten Weltkrieg und luden die Besucher dazu ein, das Museum zu besuchen und an Kunstworkshops teilzunehmen. Wir fuhren auch nach Kołobrzeg, wo wir den Stand des Panzermuseums bei der großen Nachstellung „Die Schlacht um Kołobrzeg“ unterstützten.
Es gab auch ganz ungewöhnliche Aktivitäten , wie zum Beispiel die Vermessung und Planung eines SMT-1-Brückenfeldes, die Entwicklung und Gestaltung eines Geländespiels oder von Malvorlagen mit Panzermotiven.
Insgesamt nahmen im ersten Halbjahr 2024 fast 40 Personen an den Freiwilligenaktivitäten für das Museum teil, die im Freiwilligenmanagementsystem bereits fast 1200 geleistete Stunden registriert haben! Über unsere Aktivitäten wurde in den lokalen Medien ausführlich berichtet, vor allem im TVP 3 Gorzów Wielkopolski.
Wir haben nicht vor, im zweiten Halbjahr dieses Jahres das Tempo zu drosseln. Vor uns liegen unter anderem die Generalrenovierung der Feldküche, die zweite Phase der Arbeiten zur Inbetriebnahme des Stromaggregats sowie die Lackierung des SU-152. Parallel dazu werden wir Aufgaben im Rahmen des Projekts „Entwicklung des Ehrenamts am Militärmuseum Lubuskie“ umsetzen, das vom NIW-CRSO finanziert wird. Dazu gehören unter anderem eine Studienreise, der Kauf von Ausrüstung und die Durchführung von Freiwilligeninitiativen.


