Das Aushängeschild und die Zierde unserer Einrichtung ist eine der größten Sammlungen schwerer Militärfahrzeuge des Landes, die in einem wunderschönen, historischen Schlosspark ausgestellt ist. Auf einer Fläche von ca. 4 ha sind hier Panzer, gepanzerte Mannschaftstransporter, Militärlastwagen, Pionierausrüstung, Artillerie- und Raketenwaffen sowie Militärflugzeuge und -hubschrauber zu sehen.
Die Ausstellung präsentiert Jagdwaffen aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie Trophäen und verdeutlicht damit die militärische und dekorative Funktion der früheren Palasträume. Unter den über 30 Exponaten befinden sich unter anderem eine Cieszynka aus dem 17. Jahrhundert, Steinschloss-, Perkussions- und Hinterladerflinten, Doppelflinten, Dreischüsser sowie orientalische Exemplare.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Armbrüste, Speere, Pulverfässer, Degen und ein Büffelhorn-Trompete aus dem 18. Jahrhundert sowie ein mit Weinrebenmotiven verziertes Sofa. Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in die Technik alter Jagdwaffen und die Ästhetik der Palastausstattung.
Der Pavillon des Militärmuseums Lubuskie bietet 600 m² Ausstellungsfläche und wurde 1988 für Kampfausrüstung
mit kleineren Abmessungen und empfindlicher Bauweise. Die Ausstellung umfasst etwa 150 Objekte – Flugzeuge, Fahrzeuge, Artillerie und Raketenwerfer –, die thematisch gruppiert sind, was den Rundgang erleichtert.
Den zentralen Teil nimmt die Luftfahrttechnik ein, darunter das Flugzeug TS-8 Bies. Auf der rechten Seite werden Raketenwerfer präsentiert, u. a. der BM-13 „Katyusha“, auf der linken Seite Radfahrzeuge wie Studebaker, Chevrolet 8421/C15A und STAR-660. Die Mitte des Pavillons füllt Artillerie, darunter die deutsche Haubitze leFH 18, die sowjetische Kanone wz. 1937 sowie ein einzigartiger Querschnitt der Rakete 3M8M3 des Systems 2K11M1 „Krug“.
An diesem Ort können wir die Entwicklung der Waffen vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert verfolgen. Die Sammlung umfasst Beispiele für Handfeuerwaffen und Langwaffen, Blankwaffen – darunter Säbel, Broadswords und Degen – sowie Stangenwaffen und Teile von Schutzausrüstung. Zu den wertvollsten Exponaten gehören ein ungarisch-polnischer Säbel aus der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert, eine Probestoffpistole aus dem 18. Jahrhundert sowie ein zweihändiges Hispadon-Schwert.
Die Ausstellung wird durch Objekte aus Ländern außerhalb Europas bereichert, darunter ein japanischer Samurai-Helm oder ein indischer Sipar-Schild. Ergänzt wird die Ausstellung durch multimediale Elemente wie das Hologramm einer patriotischen Medaille aus dem Jahr 1861 und eine Präsentation über die Schlachten in der Lubus-Region sowie ausgewählte Kunstwerke, die von Kriegsthemen inspiriert sind.
Die Ausstellung beleuchtet die Beteiligung polnischer Frauen am Militärdienst und an den Kampfhandlungen während des Zweiten Weltkriegs. Sie konzentriert sich auf die tatsächliche, oft übersehene Rolle der Frauen innerhalb der Strukturen der Polnischen Armee und zeigt ihre Ausbildung, ihren Einsatz an der Front sowie ihre Tätigkeit im Kommando- und Logistikbereich.
Den Kern der Ausstellung bilden Erinnerungsstücke an Frauen, die in der Berling-Armee dienten, darunter im Unabhängigen Frauenbataillon „Emilia Plater“. Dazu gehören Originaluniformen aus den Jahren 1944–1946, Dokumente, Auszeichnungen und Fotografien. Die Ausstellung beleuchtet zudem die Beteiligung polnischer Frauen an den Polnischen Streitkräften im Westen, im Untergrund sowie im Hilfsdienst der Frauen und vermittelt so ein sachliches
und dokumentiertes Bild des Beitrags der Frauen zur Geschichte des polnischen Militärs im 20. Jahrhundert.
Die Ausstellung zeigt die Geschichte des polnischen Soldaten vor dem Hintergrund der wichtigsten Ereignisse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – von den Kämpfen
um die Unabhängigkeit während des Ersten Weltkriegs über die Zeit der Zweiten Republik bis hin zu den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs.
Zu sehen sind Militaria der Polnischen Legionen, Erinnerungsstücke aus dem Großpolnischen Aufstand, den Grenzkriegen sowie Waffen und Uniformen der Polnischen Armee aus den Jahren 1921–1939. Die Ausstellung umfasst auch den Feldzug von 1939, die Aktivitäten des polnischen Untergrundstaates sowie das Schicksal der Polnischen Streitkräfte im Westen und der 1. und 2. Armee der Polnischen Armee und vermittelt so eine prägnante und schlüssige Darstellung des Dienstes und der Kämpfe des polnischen Soldaten in den Jahren 1914–1945. Das Ganze wird durch Waffen und Ausrüstung der Achsenmächte ergänzt.
Die Ausstellung präsentiert die Geschichte der polnischen Armee vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart. Sie beleuchtet die Veränderungen in der Organisation der Streitkräfte, der Bewaffnung und dem Alltag der Soldaten und zeigt unter anderem TT- und Czak-Pistolen, PPS- und PPSz-Maschinenpistolen, AK-Karabiner, RPG-Granatwerfer sowie Blankwaffen und Spezialausrüstung.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Figuren von Soldaten in ihren charakteristischen Uniformen, einen Bereich zur Luftwaffe mit einer Pilotenpuppe im Schleudersitz sowie Themen rund um die Marine, die Panzertruppen und Auslandseinsätze. Das Ganze bietet eine übersichtliche und leicht verständliche Einführung in die Geschichte der polnischen Armee nach 1945.