Im Frühjahr 1945 starteten die alliierten Streitkräfte, darunter die Rote Armee sowie die 1. und 2. Armee der Polnischen Streitkräfte, eine entscheidende Offensive auf Berlin. Die Berliner Offensive begann am 16. April nach der Überquerung der Oder und der Lausitzer Neiße, und die Stadt war am 25. April vollständig eingekesselt.
An den Kämpfen um Berlin nahmen etwa 13.000 polnische Soldaten teil. Sie eroberten über 50 Stadtviertel, wichtige Verkehrsknotenpunkte sowie Teile der Technischen Universität Berlin. Nach Beendigung der Kämpfe wehten unter anderem an der Siegessäule und am Brandenburger Tor weiß-rote Fahnen. Die Verluste der polnischen Armee beliefen sich auf etwa 100 Gefallene und 450 Verwundete.
Am 8. Mai 1945 wurde in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulationsurkunde Deutschlands unterzeichnet, die den Zweiten Weltkrieg in Europa beendete.
Die Ausstellung „Sie haben Berlin erreicht“ präsentiert über 100 Erinnerungsstücke an Soldaten der 1. und 2. Armee der Polnischen Streitkräfte: Uniformen, Ausrüstung, Waffen, Fotografien und Auszeichnungen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Exponate schwerer Waffen, eine Freilichtausstellung des Panzers T-34-85 und der Kanone ISU-122 sowie das monumentale Gemälde „Sztandary zwycięstwa“ (Fahnen des Sieges) von Zenon Polus.
Die Ausstellung wurde am 8. Mai 2025 eröffnet und ist bis Oktober 2025 zu sehen.
Kurator: Tadeusz Blachura